Fernseher leasen....

Für alle "kleinen" Leute, die knapp bei Kasse sind und nicht wissen, wie sie sich gewisse Alltagsgegenstände leisten können, gibt es die... *hüstel*.... schicke Variante des Leasing.

Eigentlich schon schön... sich was aussuchen, das quasi laut Versprechen der entsprechenden Firmen immer auf dem neusten Stand der Technik ist, pro Monat kleine Raten zahlen die man sich leisten kann und im Falle das eine Reparatur fällig wird, bekommt man sogar ein Ersatzgerät geliefert, wenn selbiges mit ins Werk genommen werden muss.                            

Zumindest wird dem Kunden das so schmackhaft gemacht.

In manchen Fällen mag das zutreffend sein, aber in gewissen Fällen... wenigstens nach meiner jetzigen Erfahrung, werde ich persönlich nie wieder einen Leasing-Vertrag abschliessen.

Nehmen wir einfach mal die Firma... hm, ich nenne sie "FDM - Leasing",... 25 Jahre lang, war ich bei denen Kundin und habe von dort meine Fernseher bezogen. Ich habe stets pünktlich meine Raten gezahlt und habe dem Unternehmen nie Unmögliches abverlangt, bis... bis kurz vor Weihnachten letzten Jahres mein Fernseher seinen Geist aufgab.                         

Supergau! Kurz vor den Ferien, mit einem minderjährigen Kind zu Hause, dass sich schon Wochen im Voraus in der Fernsehzeitschrift informiert hat, welche Märchenfilme denn an Weihnachten und Silvester wohl gezeigt werden und mir entsprechen damit in den Ohren lag.                                     

Also flugs bei E... ähm... FDM-Leasing anrufen und um Hilfe rufen!

Das Fazit war, dass mir gesagt wurde ich könne Anfang Januar ein Ersatzgerät bekommen.

"Hallooooo?"!!!!

Drei Tage lang habe ich bei der Firma angerufen und gebeten und gebettelt, man möge doch bitte so gut sein und zumindest versuchen mir ein Gerät zu bringen... egal welches, hauptsache über die Feiertage wären wir nicht komplett ohne!                Nachdem alles bitten nicht half, habe ich mit Kündigung gedroht. Zwar wurde mir darauf gesagt, man würde ja alles menschenmögliche versuchen, aber es wäre ja nun einmal vor Weihnachten eben sehr viel zu tun. Nicht einmal mein Hinweis darauf, dass ich frisch am Rücken operiert wurde und deswegen nicht autofahren dürfe, mir also auch kein Gerät vom Servicepartner würde abholen können, fand Gehör.

Also fragte ich einen Fernsehverkäufer hier aus dem Ort, der meinen Eltern gut bekannt ist, ob er mir aus der Klemme helfen könnte. Natürlich sagte der sofort zu... er würde mir am nächsten Tag sofort ein Gerät liefern und aufstellen können, wenn ich möchte.     Noch einmal rief ich bei der Leasing-Frima an und erklärte denen das.... wieder ohne Erfolg.

Also schrieb ich meine Kündigung, orderte das neue Gerät bei dem anderen Verkäufer und ließ es mir liefern. Wenige Tage später erhielt ich die Bestätigung meiner Kündigung. Der Vertrag würde noch bis zum 23.ten Februar laufen, bis dahin würden also noch die Gebühren abgebucht werden. Ok... verstand ich. Was ich jedoch nicht verstand war der Zusatz, dass ich das defekte Gerät entweder selbst beim Vertragspartner abzuliefern hätte, oder aber es kostenpflichtig, für 81,20 € abholen lassen könnte.

Andere Leute kaufen sich dafür schon fast einen neuen Fernseher!

Im Vertrauen auf das Gute im Menschen, meine langjährige Vertragsbindung an das Unternehmen und mit der Hoffnung auf Entgegenkommen schrieb ich umgehend einen Brief an das Unternehmen mit der Bitte, mir doch auf Kulanzbasis die Summe für das Abholen zu erlassen. Hinbringen könnte ich das Gerät ebensowenig, wie ich mir vor Weihnachten ein Gerät hätte holen können... wie denn auch, wenn man nicht fahren kann?

Zumal das Dingens kein Flachbildfernseher war, sondern vielmehr noch ein "guter, alter" tonnenschwerer Röhrenbildschirm!

Keine Antwort. Statt dessen erhielt ich vor wenigen Tagen erneut die Aufforderung doch zu antworten und anzugeben, ob ich das Gerät selber abliefern, oder kostenpflichtig würde abholen lassen wollen. Nett!

Heute habe ich nun angerufen, bei EC... uhps... FDM-Leasing und persönlich nachgefragt, ob es denn aufgrund der geschilderten Umstände nicht möglich wäre das Gerät abzuholen und mir den Abholpreis kulanzhalber zu erlassen. Tja... und nun ratet mal, wie die Antwort lautete?

Na? Genau... nix is... angeblich könne die Firma da nichts machen, weil der Servicepartner eben auf eigene Kosten kommen müsste und von der Firma diese dann einfordern würde.

Servicewüste Deutschland und Entgegenkommen, sowie Kulanz sind heute Fremdwörter im Sprachschatz mancher Geschäftsleute geworden.

Fazit?

Leasing, nein Danke... nie wieder! Und schon gar nicht bei gewissen Firmen!

Ladyhawk am 25.1.11 17:19

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